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PädagogInnenbildung NEU

Die PädagogInnenbildung NEU (PBN) -- neue Rahmenbedingungen für die Lehrer_innen-Ausbildung

Vier Jahre lang wurde an der Reform der Ausbildung von Pädagog_innen unter dem Stichwort „PädagogInnenbildung NEU“ gearbeitet, die ÖH hat den Prozess umfassend begleitet und im Interesse der Studierenden mitverhandelt. Im Juni 2013 mündete dieser Reformprozess in konkrete Gesetzesänderungen (die im Bundesgesetzblatt I 124/2013 veröffentlicht wurden), deren Ausgestaltung nun bei den Hoch­schulen liegt.

Zu den Gesetzesänderungen hat die ÖH eine ausführliche Stellungnahme sowie eine Zusammenfassung verfasst.

Eckpfeiler der Reform sind vereinheitlichte Lehramtsstudien bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung der bisherigen Institutionen Uni, PH, BAKIP und BASOP. Viele Unis und PHs werden im Bereich der Sekundarstufe wahrscheinlich gemeinsame Studien in Kooperation anbieten. Lehramt-Diplomstudien werden auf das Bachelor-Master-System umgestellt. An PHs und Unis wird es im Bereich der Ausbildung für die Sekundarstufe künftig ein Bachelorstudium im Ausmaß von 240 ECTS und ein daran anschließendes Masterstudium mit mind. 90 ECTS geben. Im Bereich der Primarstufe werden ebenfalls Bachelorstudien im Ausmaß von 240 ECTS angeboten, die zugehörigen Masterstudien jedoch mindestens 60 ECTS umfassen.

In allen Studien wird es Zulassungsverfahren geben, und zwar an Unis entweder vor (Aufnahmeprüfung) oder während des ersten Semesters (Studieneingangs- und OrientierungsphaseSTEOP).

An den verschiedenen Standorten wurden neue Studien unterschiedlich konzipiert. Deshalb haben wir einen Überblick der Entwicklung an den Standorten erstellt.

Diese Seite soll dir einen Überblick der neuen Rahmenbedingungen für Lehramtsstudien geben.
Die genauen Vorgaben findest du in der Anlage 1 zum HS-QSG.


Inhalt

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Welche Studienbereiche wird es in Zukunft im Lehramt geben?

In Zukunft werden folgende drei Studienbereiche angeboten:

  • Lehramtsstudium für Primarstufe – für den Unterricht in der Volksschule und eventuell auch für die pädagogische Tätigkeit in Kindergärten und Horten,
  • ein Lehramtsstudium für die gesamte Sekundarstufe im Bereich der Allgemeinbildung (SekAB) – für den Unterricht in der Neuen Mittelschule (NMS), im Gymnasium (AHS), und in den allgemeinbildenden Fächern der BMHS (Polytechnikum, Berufsschule, HASCH, HAK, HTL, HBLA, usw.)
  • ein Lehramtsstudium für die Sekundarstufe im Bereich der Berufsbildung (SekBB)– für die berufsbildenden Fächer (für den Unterricht in spezifischen Fächern, wie etwa Werkstätten oder Ernährungslehre) der BMHS

Ein eigenes Sonderschullehramt ist nicht mehr vorgesehen. Studierende können aber sowohl in der Primar- als auch in der Sekundarstufenausbildung einenSchwerpunkt „Inklusion“ wählen, der sie dann dazu befähigt, in der jeweiligen Schulstufe als Sonderschul-/Integrationslehrer_in tätig zu sein.

Alle Studienbereiche sehen jeweils ein Bachelorstudium mit 240 ECTS (Mindest­studien­dauer: 4 Jahre) und ein Masterstudium mit 60 – 120 ECTS (Mindest­studien­dauer: 1–2 Jahre) vor, wobei im Bereich der Berufsbildung die Studienumfänge teilweise auch geringer sein werden (Möglichkeiten zu Anrechnungen).

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Wie sehen die neuen Lehramtsstudien im Detail aus?

Lehramtstudium für Primarstufe

Grundsätzlich ist hier ein Bachelorstudium mit 240 ECTS (Mindest­studien­dauer: 8 Semester bzw. 4 Jahre) und ein darauf aufbauendes Masterstudium mit mindestens 60 ECTS (Mindeststudien­dauer: 2 Semester bzw. 1 Jahr) vorgesehen.

Im Bachelorstudium für die Primarstufe müssen sich Studierende für eine Schwerpunktsetzung im Altersbereich der Elementarstufe (Kindergarten und Hort) oder Primarstufe (Volksschule) entscheiden, im Masterstudium kann bei Interesse auch noch die Schwerpunktsetzung für den anderen Altersbereich dazu erworben werden, um die Qualifikation für die pädagogische Tätigkeit in allen Bereichender Elementar- und Primarstufe (Volksschule, Kindergarten und Hort) zu erlangen, wobei sich dann der Umfang des Masterstudiums auf 90 ECTS erhöht.

Im Bachelorstudium sind folgende Inhalte vorgesehen:

  • bildungswissenschaftliche Grundlagen (BWG)
  • Elementar- oder Primarstufenpädagogik und -didaktik
  • (Je nach Schwerpunktsetzung pädagogische Praktika und eine weitere Schwerpunktsetzung etwa in einem fachlichen Bildungsbereich (also etwa in Sprachen, Sport, im künstlerischen Bereich etc.)

Dies ermöglicht ein Aufbaustudium für die Sekundarstufe, inklusiver Pädagogik, Sonder- und Heilpädagogik, Mehrsprachigkeit usw.

Absolvent_innen einer BAKIP (Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik) können sich bis zu 60 ECTS aus ihrer Schulausbildung für dieses Bachelorstudium anrechnen lassen.

Das Masterstudium fokussiert unter wissenschaftlichem Forschungsbezug noch stärker auf die zukünftige pädagogische Tätigkeit.

Das Lehramtsstudium für Primarstufe wird aller Voraussicht nach am Anfang nur von pädagogischen Hoch­schulen angeboten werden, die spätestens im Wintersemester 2015/16 ihr aktuelles Bachelorstudium mit 180 ECTS (Mindest­studien­dauer: 3 Jahre bzw. 6 Semester) für Volksschullehramt auf diese neue Bachelor-Masterstruktur des Lehramtsstudiums für Primarstufe umstellen.

Eventuell gibt es auch Hoch­schulen, die für Absolvent_innen der Sekundarstufe ein Erweiterungsstudium für die Primarstufe in Form eines weiteren Masterstudiums mit Umfang von mindestens 120 ECTS (Mindest­studien­dauer: 4 Semester bzw. 2 Jahre) anbieten werden.

Folgende Studienangebote im Bereich der Elementarpädagogik fallen NICHT unter die obige Zuordnung und sind daher auch nicht als Studien der Pädagog_innenbildung NEU zu verstehen:

  • Sozialmanagement in der Elementarpädagogik an der FH Campus Wien (Bakk, 180 ECTS)
  • Universitätslehrgang Elementarpädagogik an der Uni Salzburg in Kooperation mit dem Bildungshaus St. Virgil (Master, 120 ECTS, kostenpflichtig)

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Lehramtsstudium für Sekundarstufe (Allgemeinbildung)

Das Lehramtsstudium der Sekundarstufe (Allgemeinbildung) umfasst ein Bachelorstudium mit 240 ECTS (Mindest­studien­dauer 4 Jahre, bzw. 8 Semester) und ein darauf aufbauendes Masterstudium von mindestens 90 ECTS (Mindest­studien­dauer 1 1/2 Jahre bzw. 3 Semester).

Es können entweder:

  • zwei Schulfächer (bzw. ein Fächerbündel von mehr als zwei, sich gegenseitig überschneidende Fächer), oder
  • ein Schulfach und eine Schwerpunktsetzung (Inklusive Pädagogik, Sonder- und Heilpädagogik, Sozialpädagogik, Berufsorientierung, Mehrsprachigkeit, Medienpädagogik usw.) studiert werden.

Im Bachelorstudium sind folgende Inhalte vorgesehen:

  • Bildungswissenschaftliche Grundlagen (BWG)
  • Fachdidaktik (FD)
  • Fachwissenschaften
  • Schulpraktische Studien

Das Masterstudium fokussiert noch stärker auf die zukünftige pädagogischeTätigkeit, als auch auf den wissenschaftlichen Bezug zur Forschung.

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Quereinsteiger_innen ins Lehramtsstudium für Sekundarstufe (Allgemeinbildung)

Für Personen, die bereits ein facheinschlägiges Studium (wie etwa ein Bachelor in Mathematik etc.) im Umfang von mindestens 180 ECTS absolviert haben, gibt es in Zukunft je nach Hoch­schule* die Möglichkeit, ein Quereinstiegsstudium für das Lehramt für Sekundarstufe (Allgemeinbildung)zu absolvieren.
Die Quereinsteigerstudien umfassen ebenfalls einen Bachelor mit 240 ECTS und einen Master mit mind. 90 ECTS.

Beispiel:
Eine Studentin mit einjähriger beruflicher Praxis hat an der Hoch­schule XY das Bachelorstudium Geschichte (mind. 180 ECTS) absolviert und möchte jetzt auf ein Lehramtsstudium in diesem Fachbereich umsteigen. Sofern an der Hoch­schule XY ein entsprechendes Quereinsteigerstudium eingerichtet ist, gilt laut den Rahmenvorgaben für die neuen Bachelor-Curricula:

  • bis zu 150 ECTS werden vom facheinschlägigen Studium im entsprechenden Lehramtsstudium angerechnet .
  • Für allgemeine bildungswissenschaftliche Grundlagen und Fachdidaktik (90 ECTS) können maximal 30 ECTS-Credits durch eine mindestens einjährige berufliche Praxis mit pädagogischen Tätigkeitsanteilen angerechnet werden.

Da besagte Studentin in unserem Beispiel bereits eine einjährige berufliche Praxis vorweisen kann, verringert sich das Ausmaß der bildungswissenschaftlichen Grundlagen und der Fachdidaktik im Lehramtsbachelor von 90 auf (bis zu) 60 ECTS.
Im an dieses Bachelorstudium anschließenden Masterstudium könnte eine pädagogische Spezialisierung (z. B. Inklusive Pädagogik, Sonder- und Heilpädagogik, Sozialpädagogik; Berufsorientierung, Mehrsprachigkeit, Medienpädagogik usw.) absolviert werden (in unserem Beispiel als Ergänzung zudem Unterrichtsfach Geschichte). Der Aufwand würde sich dann von 60 auf 90 ECTS erhöhen.

Die vollständigen Rahmenvorgaben könnt ihr hier nachlesen.

* Speziell auf Quereinsteiger_innen zugeschnittene Module wird es nicht in allen Fachbereichen und nicht an allen Institutionen geben. Die gesetzliche Grundlage dafür wurde mit der Gesetzesnovelle zwar geschaffen (sog. „facheinschlägige Studien ergänzende Studien“), aber ob entsprechende Studiengänge auch tatsächlich angeboten werden, ist Entscheidung der jeweiligen Hoch­schule.

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Lehramtsstudium für Sekundarstufe (Berufsbildung)

Hier werden nochmals zwei weitere Gruppen unterschieden:

  • Berufsbildende Pädagog_innen mit nicht-tertiärer Fachausbildung (z.B. Abschluss einer fachspezifischen BHS, Meisterprüfung)
  • Berufsbildende Pädagog_innen mit tertiärer Fachausbildung (im Ausmaß von mind. 240 ECTS)

Beide Gruppen müssen eine mindestens dreijährige facheinschlägige Berufspraxis in ihrem Fachgebiet vorweisen können, bevor sie mit dem entsprechenden Lehramtsstudium beginnen dürfen. Für beide Gruppen ist ein Bachelorstudium von 240 ECTS vorgesehen, von dem jedoch bis zu 180 ECTS aus der fachlichen Vorbildung angerechnet werden. Berufsbildende Pädagog_innen mit nicht-tertiärer Fachausbildung müssen in der Regel auch zusätzlich ein Masterstudium im Umfang von 60 ECTS absolvieren. Ausnahmen werden in einer Verordnung definiert.

Für beide Gruppen sind berufsbegleitende Studienformen angedacht.

Die vollständigen Rahmenvorgaben könnt ihr hier nachlesen.

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Ab wann werden die neuen Studien angeboten?

Universitäten

Es gibt keine einheitlichen Termine und Fristen, da der Umstellungszeitpunkt den Unis selbst überlassen wird. Inzwischen arbeiten bereits alle Universitäten an neuen Studien, bzw. haben diese schon eingeführt.

Pädagogische Hoch­schulen

An den PHs wird das Lehramtsstudium der Primarstufe spätestens im Wintersemester 2015/16, und das Lehramtsstudium der Sekundarstufe spätestens im Wintersemester 2016/17 umgestellt, die Umstellung kann aber auch schon früher erfolgen.

Hier findest du Informationen zu einzelnen Hochschulstandorten.

Leider liegen der ÖH Bundesvertretung nicht zu allen Standorten Informationen vor, da sich viele Hoch­schulen bedeckt halten bzw. erst vor Kürzerem aktiv in den Reformprozess eingetreten sind. Wir sind weiterhin darum bemüht, fehlende Informationen einzuholen und zu ergänzen.

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Wo wird es Aufnahmeverfahren oder eine STEOP geben?

Die Änderungen im Rahmen der PBN haben auch die flächendeckende Einführung von Aufnahme- oder Auswahlverfahren an allen Universitäten mit sich gebracht.

Alle Details dazu auf der Seite zu Aufnahmeverfahren für Lehramt.

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Neues Lehrer_innendienstrecht – Masterstudium verpflichtend oder nicht?

Laut dem am 27.12.2013 im Nationalrat beschlossenen neuen Dienstrecht ist ab 1.9.2029 für alle Pädagog_innen ein vor dem Berufseinstieg absolviertes Masterstudium verpflichtend. Bis 31.8.2029 ist auch eine Anstellung mit einem bloßen Bachelorabschluss möglich, wenn die Pädagog_innen sich verpflichten, das Masterstudium innerhalbvon fünf Jahren berufsbegleitend zu absolvieren (andernfalls liegt ein Kündigungsgrund vor).

Die ÖH kritisiert, dass mit dem neuen Dienstrecht keinerlei Anreize geschaffen wurden, das Masterstudium zu absolvieren, und plädiert weiterhin für einenverpflichtenden Masterabschluss für alle Pädagog_innen. Im neuen Dienstrecht können Lehramtsstudierende noch 5 Jahre lang wählen, ob sie im alten oder neuen Dienstrecht angestellt werden möchten.

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Rückblick der Entwicklung

Der PädagogInnenbildung NEU geht ein jahrelanger Prozess vorher.

Seit der Jahrtausendwende beschäftigen sich verschiedene Arbeitsgruppen mit der Thematik.

Viele Informationen und Dokumente des Prozesses finden sich auf der Seite zur PädagogInnenbildung NEU des BMBF.

Zudem gibt es einen Artikel über die Vorbereitungsgruppe des BMBF.

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weitere Fragen?

Falls du noch weitere Fragen hast, so wende dich an deine lokalen ÖH, oder an uns, deine Lehramtsvertretung auf Bundesebene:

Referat für pädagogische Angelegenheiten

Taubstummengasse 7-9, 1040 Wien
Handy: +43/676/888 52 204

E-Mail:

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Downloads

Flyer www.neues-lehramt.atFlyer www.neues-lehramt.at

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Stand: 29.4.2014

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Die Entscheidungshilfe zur Studienwahl

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Studieren Probieren ermöglicht es Studieninteressierten Lehrveranstaltungen ihrer Wunschstudien zu besuchen und sich in einem Gespräch über das Studium zu informieren.

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Zugangsbeschränkungen & Aufnahmeverfahren

Hier genügt deine Matura nicht

Hier findest du Informationen zu den einzelnen Aufnahme- und Zulassungs-verfahren.
Lass dich nicht von einem Aufnahmeverfahren entmutigen oder sogar von deinem Wunschstudium abbringen!

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Beratungstermine an Schulen

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Die ÖH bietet bundesweit kostenlose Beratungstermine an Schulen an. Die jeweiligen Kontaktdaten gibt es auf maturantinnenberatung.at

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Die Studieneingangs und Orientierungsphase (STEOP) ist ein einführender Studienabschnitt, der als Voraussetzung für andere Lehrveranstaltungen abgeschlossen werden muss und besondere Prüfungsmodalitäten aufweist. Informationen wie die STEOP für deinen Studien­gang gestaltet ist, findest du auf der Studien­gangsseite.

Weitere Informationen findest du hier.

Studieneingangs und Orientierungsphase (STEOP)

Die Studieneingangs und Orientierungsphase (STEOP) ist ein einführender Studienabschnitt, der als Voraussetzung für andere Lehrveranstaltungen abgeschlossen werden muss. Informationen wie die STEOP für deinen Studien­gang gestaltet ist, findest du im Studien­plan. Je nach Studien­plan/Universität können bis zu 22 ECTS vor Ende der STEOP absolviert werden.

Weitere Informationen findest du hier.

Die gängigsten Unter­richts­sprachen an den österreichischen Hoch­schulen sind Deutsch und Englisch.

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Anhand von ECTS-Punkten lässt sich der Arbeitsaufwand für eine Lehrveranstaltung erkennen. 1 ECTS-Punkt entspricht einem Arbeitsaufwand von 25 Stunden.

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Die Mindest­studien­dauer ergibt sich aus der zu absolvierenden ECTS-Anzahl und einer angenommenen Absolvierung von 30 ECTS pro Semester.

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An den Hoch­schulen gibt es verschiedene Studienarten, die sich vor allem durch ihre Mindestdauer unterscheiden. Im Grundstudium beginnst du je nach richtig mit dem Bachelor oder dem Diplomstudium.

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In Österreich gibt es drei verschiedene Hochschultypen (Universitäten, Fachhochschulen und Pädagogische Hoch­schulen), die sich in der Ausgestaltung der Studien(-gänge) stark unterscheiden.

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