Stand: 27.10.2026
Psychotherapie
- Wichtiger Hinweis:
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- Hochschule:
- Medizinische Universität Graz (Meduni Graz)
Graz, Steiermark - Studienart:
- Masterstudium
- Studienkennzahl:
- 066/560
- Mindeststudiendauer:
- 4 Semester
- ECTS:
- 120
- Studiengang:
- Link zum Studienganghttps://www.uni-graz.at/de/studium/masterstudien/psychotherapie/
- Studienplan:
- Link zum Studienplanhttps://mitteilungsblatt.uni-graz.at/de/2025-26/16.a/pdf/
- Anmeldefrist:
Anmeldefrist zum Aufnahmeverfahren Studienjahr 2026/27:
- 02.03.2026 - 07.04.2026
- Voraussetzungen:
- Gebühr:
€ 26,20 ÖH-Beitrag plus gegebenenfalls anfallende Studiengebühren im Umfang von €363,36 bzw. €726,72 pro Semester
- Studieninhalt:
- Das Studium vermittelt Grundlagen der Psychotherapie und der Behandlung psychischer und psychosomatischer Erkrankungen. Die Studierenden beschäftigen sich mit der Entstehung psychischer Störungen, psychiatrischen Krankheitsbildern und unterschiedlichen psychotherapeutischen Verfahren. Ein wichtiger Schwerpunkt ist die Diagnostik. Sie lernen, psychische Erkrankungen zu erkennen, Erstgespräche und Anamnesen durchzuführen sowie geeignete Behandlungsmaßnahmen zu planen.
- Ein besonders großer Schwerpunkt liegt auf der praktischen Anwendung psychotherapeutischer Methoden. Die Studierenden üben therapeutische Gesprächsführung, Krisenintervention und unterschiedliche Behandlungstechniken. Sie lernen, Menschen in schwierigen Lebenssituationen zu begleiten, therapeutische Beziehungen zu gestalten und angemessen auf psychische Krisen zu reagieren. Dabei werden individuelle Bedürfnisse sowie soziale, kulturelle und persönliche Lebensumstände berücksichtigt.
- In umfangreichen Praktika sammeln die Studierenden erste Erfahrungen in der stationären, teilstationären und ambulanten psychotherapeutischen Versorgung. Sie begleiten Fachpersonen bei der Arbeit mit Patient_innen und wenden ihre Kenntnisse unter Anleitung an. Begleitende Fallseminare, Supervision sowie Einzel- und Gruppenselbsterfahrung fördern die Reflexion praktischer Erfahrungen. Die Studierenden lernen, das eigene Verhalten, persönliche Stärken und Grenzen sowie die Gestaltung therapeutischer Beziehungen besser zu verstehen.
- Weitere Schwerpunkte sind Psychotherapieforschung, berufliche Rahmenbedingungen und aktuelle Entwicklungen der Psychotherapie. Die Studierenden lernen, Forschungsprojekte zu planen, wissenschaftliche Erkenntnisse kritisch zu bewerten und auf die Behandlungspraxis zu übertragen. Auch rechtliche und ethische Grundlagen, Prävention, interdisziplinäre Zusammenarbeit und Diversität werden behandelt. Den Abschluss bilden eine Masterarbeit und deren Verteidigung im Rahmen einer Masterprüfung.
- Das Studium bildet den zweiten Abschnitt der Psychotherapieausbildung und bereitet auf die anschließende psychotherapeutische Fachausbildung unter Lehrsupervision vor.
- Spezialisierungen:
- Am Ende des ersten Semesters kann einer von vier psychotherapeutischen Clustern als Schwerpunkt gewählt werden. Die Studierenden beschäftigen sich mit den Grundlagen, der Diagnostik und den Behandlungsmethoden von jeweils zwei Clustern. Die zweite Wahl kann vom gewählten Schwerpunkt abweichen. Bei einer Schwerpunktwahl sollen auch Supervision und Selbsterfahrung auf diesen Cluster abgestimmt werden. Die konkrete Auswahl hängt von den organisatorischen Möglichkeiten der Universitäten ab.
- Verhaltenstherapie: Der Schwerpunkt vermittelt die Grundlagen verhaltenstherapeutischer Verfahren. Die Studierenden beschäftigen sich mit entsprechenden Methoden der Diagnostik, Behandlungsplanung und psychotherapeutischen Behandlung.
- Humanistische Therapie: Der Schwerpunkt behandelt humanistische Therapieansätze und deren Anwendung in der psychotherapeutischen Praxis. Die Studierenden lernen entsprechende diagnostische und therapeutische Methoden kennen.
- Systemische Therapie: Der Schwerpunkt beschäftigt sich mit systemischen Therapieansätzen und deren Anwendung. Die Studierenden lernen, psychotherapeutische Fragestellungen aus einer systemischen Perspektive zu betrachten und geeignete Behandlungsmaßnahmen zu planen.
- Psychoanalytisch-Psychodynamische Therapie: Der Schwerpunkt vermittelt psychoanalytische und psychodynamische Grundlagen. Die Studierenden beschäftigen sich mit entsprechenden diagnostischen Verfahren, Fallkonzepten und therapeutischen Methoden.
- Die individuelle Schwerpunktsetzung ermöglicht eine weitere fachliche Vertiefung. Dazu können zusätzliche psychotherapeutische Verfahren oder angrenzende Fachgebiete gewählt werden. Weitere Themen können die Psychotherapie unterschiedlicher Altersgruppen, Traumatherapie, digitale Anwendungen, Diversität und aktuelle Entwicklungen der Behandlungspraxis sein.
- Freie Wahlfächer ermöglichen die Erweiterung fachlicher und persönlicher Kompetenzen. Empfohlen werden unter anderem Lehrveranstaltungen aus den Bereichen soziale Kompetenz, Geschlechterforschung und Fremdsprachen. Auch eine zusätzliche berufsorientierte Praxis kann nach entsprechender Genehmigung absolviert werden.
- Berufsmöglichkeiten:
- Um als Psychotherapeut:in tätig sein zu können, müssen nach dem Studium eine postgraduelle psychotherapeutische Fachausbildung und die Psychotherapeutische Approbationsprüfung erfolgreich absolviert werden.
- Psychotherapeut:innen diagnostizieren, behandeln, beraten, betreuen und/oder begleiten Personen aller Altersstufen mit emotional, psychosomatisch, intellektuell oder sozial bedingten Verhaltensstörungen und Leidenszuständen. Die Ausübung dieser Tätigkeiten erfolgt insbesondere im Rahmen der…
psychotherapeutischen Versorgung (im Einzel-, Paar- oder Gruppensetting)
- als Krankenbehandlung bei akuten und chronischen Krankheitszuständen
- als Krisenintervention sowie
- als Präventions- und Rehabilitationsmaßnahme,
- Förderung personaler und sozialer Kompetenzen, insbesondere als Selbsterfahrung und Supervision,
- Erstellung von psychotherapeutischen Gutachten,
- Aus- und Weiterbildung
- psychotherapeutischen Lehre und Forschung
- Diese Tätigkeiten können freiberuflich oder im Rahmen eines Arbeitsverhältnisses ausgeführt werden.
- Weiterführende Tags:
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